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GeoDaten PDF Drucken E-Mail

Aufgabe dieses Sachgebietes ist es, die benötigten geodätischen Informationen gezielt bereit zu stellen. Insbesondere bei der Entwicklung von IFR-Verfahren (siehe Flugverfahren) werden präzise und aktuelle Informationen über topographische Bedingungen sowie Bauwerke (z.B. Windkraftanlagen) in der Nähe von Militärflugplätzen benötigt. Diese Informationen beinhalten präzise Koordinatenangaben nach international gültigem Standard (WGS 84 = World Geodatic System 1984) und ebenso präzise Höhenangaben von Topographie und Bauwerken.

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Geodätische Daten

Als Datenquellen werden topographische Karten, Datensätze aus gezielt vorgenommenen Vermessungen von Militärflugplätzen sowie Hindernismeldungen der an den jeweiligen Militärflugplätzen stationierten militärischen Flugsicherungseinheiten herangezogen.

Insbesondere die gezielte Vermessung von Militärflugplätzen und ihrer unmittelbaren Umgebung durch speziell ausgebildete Vermessungseinheiten der Bundeswehr gibt unmittelbaren Aufschluss über die Infrastruktur am Flugplatz sowie Objekte im Flugplatznahbereich (z.B. Hochspannungsleitungen), die bei der Entwicklung von IFR-An- und Abflugverfahren zwingend zu berücksichtigen sind. Diese Daten unterliegen hohen Anforderungen an ihre Genauigkeit und Aktualität, die sich wiederum aus Vorgaben der ICAO (International Civil Aviation Organisation) ableiten. Somit gelten die gleichen Anforderungen an die Datenqualität, die auch in der Zivilluftfahrt Anwendung finden.

Vor diesem Hintergrund wird derzeit vom AFSBw in enger Zusammenarbeit mit der zentralen Militärgeographischen Stelle der Bundeswehr (Sitz in Euskirchen) die Überarbeitung des Datenbestandes aller Bundeswehrflugplätze vorgenommen. Die Vermessung der Militärflugpätze wurde 2006 abgeschlossen, die ermittelten Daten werden ausgewertet.

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Bereich Radarvideo

Flugsicherungsradargeräte besitzen als Hilfe für den Fluglotsen eine eingeblendete Karte, auf der insbesondere die maßgeblichen Luftraumstrukturen abgebildet sind. Für die an den militärischen Flugplätzen befindlichen Rundsichtradargeräte (>>>Flugplatzradar ASR 910) generiert sich diese elektronische Karte über ein Dia, das individuell für den jeweiligen Flugplatz erstellt wird. Neben den Luftraumstrukturen sind weitere Informationen abgebildet, wie der Endanflugkurs zur Landebahn, markante Hindernisse, Streckennavigationsanlagen (>>>Funkfeuer) etc.

Die Karten bilden einen Erfassungsbereich von 30 Nautische Meilen (ca. 54 km) um den Standort der Radarantenne ab. Karten mit anderer Auflösung für den Nahbereich werden ebenfalls produziert.

Die Erstellung dieser Dias wird für alle Bundeswehrflugplätze zentral durch das Sachgebiet GeoDaten, (Bereich Radarvideo) des Amtes vorgenommen.

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Beispiel einer Radarvideokarte des Flugplatzes Neubrandenburg

Radarvideokarte Neubrandenburg

Diese Radarvideokarte des Militärflugplatzes Neubrandenburg (in der Mitte des Bildes) zeigt die benachbarten Flugplätze Rostock - Laage (zivil-militärisch), Schwerin (zivil) und Heringsdorf (zivil), sowie im Norden die Küstenlinie zur Ostsee.

Die Karte wird bei der Vergrößerung auf Grund der Detailgenauigkeit bewusst in der Originalgröße dargestellt.

 

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Erstellung einer Radarvideokarte

Einem Auftrag der am Militärflugplatz befindlichen Flugsicherung, in dem die in der Karte abzubildenden Informationen beschrieben sind, folgt zunächst die Datenerstellung. Grundlage hierfür sind die in einer internen Datenbank abgelegten Flugplatzinformationen, ergänzt durch Daten von umgebender Topographie und Luftraumgrenzen. Auf dieser Basis wird am PC ein Entwurf der Radarvideokarte erstellt. Dieser Entwurf wird dem beantragenden Flugplatz auf Wunsch zur Prüfung der Vollständigkeit übersandt. Ebenfalls besteht für den zuständigen Bearbeiter des Flugplatzes die Möglichkeit, Änderungen gezielt vor Ort im AFSBw zu besprechen. Danach wird die Datei an das Bundesamt für Kartographie, das ebenfalls in Frankfurt ansässig ist, übermittelt und dort als Dia hergestellt. Nach einer weiteren Prüfung dieses Dias seitens AFSBw erfolgt die Auslieferung an den Flugplatz.

Die letztendliche Überprüfung der Kartenqualität erfolgt nach Einspeisung in die Flugsicherungsradaranlage durch die örtliche Flugsicherung und im Rahmen einer regelmäßig vorgeschriebenen Flugvermessung der Radaranlage unter Einsatz eines Messflugzeuges.

Zukünftige Generationen militärischer Flugsicherungsradaranlagen werden auf die Anfertigung eines Dias verzichten können, so dass die erstellte Datei direkt in das System eingespeist werden kann. Entsprechende Entwicklungen laufen bereits im Bereich der Bundeswehr.

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