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Flugverfahren nach SichtflugregelnHintergrund:An- und Abflugverfahren nach Sichtflugbedingungen (VFR) unterliegen keinen Berechnungskriterien wie IFR-Verfahren. Sie sind insofern unkritischer, da ihre Anwendung auf der Grundlage besserer Wetterbedingungen am Flugplatz (Sicht, Bewölkungsgrad) erfolgt und der Pilot Hindernisse rechtzeitig visuell erfassen kann. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich veröffentlichte, standardisierte Verfahren an Militärflugplätzen, die in einer gesonderten Publikation (VAD) veröffentlicht sind. Diese Verfahren dienen in erster Linie der Standardisierung von Anflug- und Abflugbewegungen an einem Militärflugplatz und bilden somit eine Hilfestellung für Piloten und Fluglotsen. Zugleich kann auf diese Weise Aspekten des unmittelbaren Lärmschutzes der Flugplatzanrainer gezielter Rechnung getragen werden.
Entwicklung eines militärischen VFR-VerfahrensDie Konzipierung eines Verfahrens wird zunächst durch die örtliche militärische Flugsicherung vorgenommen, im Auftrag des am Flugplatz beheimateten militärischen Verbandes und in unmittelbarer Zusammenarbeit mit dessen Piloten. Durch eigens geschultes Fachpersonal vor Ort wird ein Dokumentensatz erarbeitet, der das Verfahren hinsichtlich Kurs, Höhe, sowie Melde-/Überflugpunkten beschreibt. Der Entwurf des Verfahrens wird dann zwecks Überprüfung an das AFSBw übersandt. Das Verfahren gilt mit seiner Erstveröffentlichung als in Kraft gesetzt. Die Rahmenbedingungen dieses Prozesses sind, wie bei IFR-Verfahren, in der BesAnMilFS 8-100 beschrieben. Änderungen des Verfahrens erfolgen auf Antrag des Flugplatzes. |




